Wann Katze füttern? Optimale Zeiten & Häufigkeit


19.01.2026  |  Ratgeber

Wann Katze füttern? Der ultimative Ratgeber für optimale Fütterungszeiten

Viele Katzenbesitzer stellen sich täglich die Frage: Wann ist der beste Zeitpunkt, um meine Katze zu füttern? Diese Frage ist wichtiger, als du vielleicht denkst. Die richtigen Fütterungszeiten beeinflussen nicht nur das Wohlbefinden deiner Samtpfote, sondern auch ihre Gesundheit, ihr Gewicht und ihr Verhalten. Ob morgendliches Miauen, nächtliche Unruhe oder die Sorge um das richtige Gewicht deiner Katze – oft hängen diese Themen direkt mit den Fütterungszeiten zusammen.

In diesem umfassenden Ratgeber erfährst du alles Wichtige rund um die Frage "Wann Katze füttern?". Wir beleuchten die besten Tageszeiten, die optimale Häufigkeit je nach Alter deiner Katze, die richtige Futtermenge und geben dir praktische Tipps für besondere Situationen wie Mehrkatzenhaushalte oder kranke Tiere. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie du deine Katze optimal füttern kannst!

Die beste Tageszeit zum Füttern deiner Katze

Katzen sind von Natur aus dämmerungsaktive Tiere. Das bedeutet, sie sind besonders in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv – genau dann, wenn ihre natürlichen Beutetiere wie Mäuse und Vögel ebenfalls unterwegs sind. Dieser natürliche Rhythmus sollte auch bei der Fütterung berücksichtigt werden.

Die idealen Fütterungszeiten für deine Katze liegen daher in den frühen Morgenstunden (etwa zwischen 6 und 8 Uhr) und am Abend (zwischen 18 und 21 Uhr). Zu diesen Zeiten ist der Stoffwechsel deiner Katze natürlicherweise auf Nahrungsaufnahme eingestellt.

Noch wichtiger als die exakte Uhrzeit ist jedoch die Regelmäßigkeit. Katzen sind Gewohnheitstiere und lieben feste Routinen. Wenn du deine Katze jeden Tag zur gleichen Zeit fütterst, weiß sie genau, wann sie mit Futter rechnen kann. Das reduziert Stress, vermeidet übermäßiges Betteln und fördert ein gesundes Fressverhalten.

Natürlich musst du die Fütterungszeiten auch an deinen eigenen Tagesablauf anpassen. Wenn du erst um 8 Uhr aufstehst, ist das völlig in Ordnung – wichtig ist nur, dass du dann jeden Tag um 8 Uhr fütterst. Deine Katze wird sich daran gewöhnen und ihren internen Rhythmus entsprechend anpassen.

Viele Katzenexperten empfehlen, die Katze vor den eigenen Mahlzeiten zu füttern. So verhinderst du, dass deine Samtpfote während deines Essens bettelt oder versucht, von deinem Teller zu naschen. Außerdem entspricht es dem natürlichen Verhalten: In der Natur würde die Katze erst jagen und fressen, bevor sie sich zur Ruhe legt.

Wie oft solltest du deine Katze füttern?

Die Frage "Wie oft Katze füttern?" lässt sich nicht pauschal beantworten, denn der Futterbedarf hängt stark vom Alter und der Lebensphase deiner Katze ab. Schauen wir uns die unterschiedlichen Lebensphasen genauer an:

Kitten füttern (0 bis 12 Monate)

Katzenbabys haben einen extrem kleinen Magen, aber aufgrund ihres Wachstums einen enorm hohen Energiebedarf. Deshalb benötigen Kitten in ihren ersten Lebensmonaten 5 bis 6 Mahlzeiten pro Tag. Das klingt nach viel, ist aber notwendig, damit die kleinen Energiebündel ausreichend Nährstoffe für ihr schnelles Wachstum bekommen.

Ab einem Alter von etwa 3 bis 4 Monaten kannst du die Anzahl der Mahlzeiten langsam auf 4 Mahlzeiten täglich reduzieren. Die Portionen werden entsprechend etwas größer, da der Magen nun mehr Futter auf einmal aufnehmen kann.

Ab dem 6. Monat können die meisten Kitten mit 3 Mahlzeiten täglich auskommen. Achte darauf, hochwertiges Kittenfutter zu verwenden, das speziell auf die Bedürfnisse wachsender Katzen abgestimmt ist.

Erwachsene Katzen füttern (1 bis 7 Jahre)

Für erwachsene Katzen wird häufig empfohlen, 2 bis 3 Mahlzeiten pro Tag anzubieten. Das ist das absolute Minimum und für viele Haushalte praktikabel – morgens vor der Arbeit und abends nach der Heimkehr, eventuell noch eine kleine Portion zur Mittagszeit.

Tierärzte raten jedoch zu 3 bis 5 kleineren Mahlzeiten über den Tag verteilt. Warum? Katzen sind von Natur aus "Snacker". In freier Wildbahn würde eine Katze etwa 10 bis 20 kleine Beutetiere pro Tag fressen – also viele kleine Mahlzeiten statt weniger großer. Dieses natürliche Fressverhalten sollten wir, wo möglich, nachahmen.

Mehrere kleine Mahlzeiten haben außerdem den Vorteil, dass der Blutzuckerspiegel stabiler bleibt und die Verdauung nicht überlastet wird. Für Berufstätige kann ein automatischer Futterautomat hier eine große Hilfe sein.

Senioren füttern (ab 7 Jahren)

Ab dem 7. Lebensjahr gelten Katzen als Senioren. Ältere Katzen haben oft einen veränderten Stoffwechsel und können nicht mehr so gut große Futtermengen auf einmal verdauen. Deshalb sollten Seniorkatzen idealerweise 3 bis 4 kleinere Mahlzeiten täglich bekommen.

Bei älteren Katzen ist es besonders wichtig, auf Spezialfutter für Senioren umzustellen, das leichter verdaulich ist und an den veränderten Nährstoffbedarf angepasst wurde. Achte auch darauf, dass deine Seniorkatze ausreichend trinkt, da ältere Katzen häufig zu Nierenproblemen neigen.

Wenn deine Seniorkatze unter Erkrankungen leidet, kann es notwendig sein, die Fütterungsintervalle weiter anzupassen. Sprich in diesem Fall unbedingt mit deinem Tierarzt über die optimale Fütterungsstrategie.

Futtermenge: Wie viel sollte deine Katze fressen?

Neben der Frage "Wann Katze füttern?" ist auch die Menge entscheidend. Zu viel Futter führt zu Übergewicht, zu wenig kann Mangelerscheinungen verursachen. Die richtige Futtermenge hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Körpergewicht: Schwerere Katzen brauchen mehr Futter
  • Aktivitätslevel: Aktive Katzen verbrennen mehr Kalorien
  • Alter: Kitten und säugende Katzen haben erhöhten Bedarf
  • Gesundheitszustand: Kranke Katzen können besonderen Bedarf haben
  • Futterart: Nass- und Trockenfutter unterscheiden sich stark in der Kaloriendichte

Als Faustregel gilt: Eine normal aktive, erwachsene Katze benötigt etwa 65 Gramm Nassfutter pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Eine 4 kg schwere Katze bräuchte also etwa 260 Gramm Nassfutter pro Tag.

Futtermenge-Tabelle für Nassfutter

Katzengewicht

Tägliche Futtermenge (Nassfutter)

Kalorienbedarf

2 kg

130-160 g

120-160 kcal

3 kg

195-240 g

180-240 kcal

4 kg

250-320 g

240-320 kcal

5 kg

280-400 g

300-400 kcal

6 kg

330-480 g

360-480 kcal

7 kg

385-560 g

420-560 kcal

Futtermenge-Tabelle für Trockenfutter

Trockenfutter ist deutlich kalorienreicher als Nassfutter! Eine 4 kg schwere Katze benötigt nur etwa 40 bis 60 Gramm Trockenfutter täglich – also deutlich weniger als bei Nassfutter.

Katzengewicht

Tägliche Futtermenge (Trockenfutter)

2 kg

20-35 g

3 kg

30-50 g

4 kg

40-65 g

5 kg

45-75 g

6 kg

55-85 g

7 kg

60-95 g

Wichtig: Diese Werte sind Richtwerte! Der tatsächliche Bedarf kann je nach Aktivitätslevel variieren:

  • Sehr aktive Katzen: ca. 80 Kilokalorien pro kg Körpergewicht
  • Normal aktive Katzen: ca. 70 Kilokalorien pro kg Körpergewicht
  • Wenig aktive Katzen: ca. 60 Kilokalorien pro kg Körpergewicht
Übergewicht erkennen: Du solltest die Rippen deiner Katze ertasten können, ohne fest zu drücken. Von oben betrachtet sollte eine leichte Taille erkennbar sein. Fehlt die Taille oder sind die Rippen nicht mehr zu ertasten, solltest du die Futtermenge reduzieren und deinen Tierarzt konsultieren.

Wohnungskatze vs. Freigänger: Unterschiede bei der Fütterung

Ob deine Katze eine reine Wohnungskatze ist oder Freigang genießt, macht einen erheblichen Unterschied beim Kalorienbedarf – und damit auch bei der Frage "Wann Katze füttern?" und vor allem "Wie viel?".

Wohnungskatzen

Wohnungskatzen haben einen deutlich niedrigeren Kalorienbedarf als Freigänger. Sie bewegen sich weniger, müssen keine weiten Strecken zurücklegen und verbrauchen keine Energie für die Revierverteidigung. Leider führt das häufig zu Übergewicht – Experten schätzen, dass mittlerweile etwa jede zweite Katze in Deutschland zu dick ist!

Für Wohnungskatzen gilt daher:

  • Eher am unteren Ende der Futtermenge-Empfehlungen orientieren
  • Mehrere kleine Portionen statt weniger großer bevorzugen
  • Auf spezielles Futter für Wohnungskatzen zurückgreifen (enthält weniger Kalorien bei gleichbleibenden Nährstoffen)
  • Für ausreichend Bewegung und Beschäftigung sorgen
  • Regelmäßig das Gewicht kontrollieren

Freigänger

Freigängerkatzen haben einen deutlich höheren Energiebedarf. Sie laufen täglich mehrere Kilometer, klettern auf Bäume, verteidigen ihr Revier – und müssen im Winter zusätzlich Energie aufwenden, um ihre Körpertemperatur zu halten.

Besonders in der kalten Jahreszeit (Herbst und Winter) solltest du die Futtermenge für Freigänger erhöhen. Ein Freigänger kann durchaus 20-30% mehr Futter benötigen als eine vergleichbare Wohnungskatze.

Achte bei Freigängern besonders darauf, dass sie zu festen Zeiten gefüttert werden. So verhinderst du, dass sie zu viel „nebenbei jagen" und dir unerwünschte Mitbringsel nach Hause bringen. Gut gesättigte Katzen jagen deutlich weniger!

Fütterungsmethoden im Vergleich

Es gibt verschiedene Ansätze, wie du deine Katze füttern kannst. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile:

Ad libitum-Fütterung (Futter immer verfügbar)

Bei dieser Methode steht deiner Katze den ganzen Tag über Futter zur Verfügung. Sie kann fressen, wann immer sie möchte.

Vorteile:

  • Entspricht dem natürlichen Fressverhalten (viele kleine Mahlzeiten)
  • Sehr bequem für Berufstätige
  • Kein Stress durch feste Fütterungszeiten
  • Gut für Katzen, die sich selbst regulieren können

Nachteile:

  • Hohes Risiko für Übergewicht, besonders bei Wohnungskatzen
  • Viele moderne Hauskatzen haben ihr natürliches Sättigungsgefühl verloren
  • Katzen fressen oft aus Langeweile statt aus Hunger
  • Schwierig, die tatsächlich gefressene Menge zu kontrollieren
  • Im Mehrkatzenhaushalt problematisch (Futterneid, unterschiedliche Bedürfnisse)

Geeignet für: Schlanke, selbstregulierte Katzen mit normalem Aktivitätslevel, nicht für übergewichtige oder zu Übergewicht neigende Katzen.

Portionierte Fütterung (feste Mahlzeiten)

Bei der portionierten Fütterung bekommt deine Katze zu bestimmten Uhrzeiten eine festgelegte Futtermenge.

Vorteile:

  • Beste Kontrolle über die Futtermenge
  • Ideal zur Gewichtsregulation
  • Feste Routinen geben Sicherheit
  • Du bemerkst sofort, wenn die Katze nicht frisst (wichtig für Früherkennung von Krankheiten)
  • Im Mehrkatzenhaushalt kannst du sicherstellen, dass jede Katze ihre Portion bekommt

Nachteile:

  • Erfordert Disziplin und Anwesenheit zu festen Zeiten
  • Manche Katzen betteln zwischen den Mahlzeiten
  • Kann zu nächtlicher Unruhe führen, wenn die Abstände zu lang sind

Geeignet für: Die meisten Katzen, besonders solche mit Gewichtsproblemen, im Mehrkatzenhaushalt und bei Katzen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen.

Futterautomaten

Automatische Futterautomaten sind eine moderne Lösung, die die Vorteile beider Methoden kombiniert: Sie füttern zu festen Zeiten automatisch festgelegte Portionen.

Vorteile:

  • Perfekt für Berufstätige
  • Ermöglicht mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt
  • Genaue Portionskontrolle
  • Feste Fütterungszeiten auch bei unregelmäßigem Tagesablauf
  • Manche Modelle haben App-Steuerung und Kamerafunktion

Nachteile:

  • Anschaffungskosten
  • Funktioniert nur mit Trockenfutter oder speziellen Nassfutter-Modellen
  • Technik kann ausfallen
  • Manche Katzen lernen, den Automaten zu „knacken"

Geeignet für: Berufstätige, Vielreisende, Katzen, die über den Tag verteilt gefüttert werden sollten.

Besondere Situationen beim Füttern

Mehrkatzenhaushalt

Das Füttern wird komplizierter, wenn mehrere Katzen im Haushalt leben. Experten wie die American Association of Feline Practitioners (AAFP) empfehlen grundsätzlich, Katzen getrennt voneinander zu füttern, idealerweise ohne dass die Tiere Blickkontakt zueinander haben.

Warum ist das so wichtig? Studien zeigen, dass Konkurrenzkampf am Futternapf zu Stress und sogar zu feindseligem Sozialverhalten führen kann. Manche Katzen fressen zu schnell (schlingen), andere werden vom Futter verdrängt. Das kann zu Gewichtsproblemen, Verdauungsstörungen und Verhaltensproblemen führen.

Praktische Tipps für den Mehrkatzenhaushalt:

  • Jede Katze bekommt ihren eigenen Futternapf
  • Füttere die Katzen in verschiedenen Räumen oder mit ausreichend Abstand
  • Bei großem Futterneid: Katzen in separaten Räumen füttern und Türen schließen
  • Stelle mehrere Wasserstellen im Haus bereit
  • Achte darauf, dass jede Katze die für sie vorgesehene Portion frisst
  • Bei unterschiedlichen Ernährungsbedürfnissen (z.B. Diätfutter) ist räumliche Trennung zwingend notwendig

Trächtige und säugende Katzen

Trächtige und säugende Katzenmütter haben einen enormen Energiebedarf. Als Faustregel gilt: Trächtige Katzen benötigen während der gesamten Trächtigkeit täglich 50% mehr Kalorien als vor der Trächtigkeit. Gegen Ende der Trächtigkeit kann sich der Bedarf sogar verdoppeln!

Die Säugephase ist die Lebensphase mit dem höchsten Nährstoffbedarf. Säugende Katzen können das 2- bis 3-fache ihrer normalen Futtermenge benötigen, besonders wenn sie einen großen Wurf versorgen.

Fütterungsempfehlungen:

  • Ab der 4. Trächtigkeitswoche auf hochwertiges Kätzchenfutter umstellen
  • Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilen
  • In der Säugephase idealerweise ad libitum füttern (Futter immer verfügbar)
  • Ausreichend Wasser bereitstellen (wichtig für die Milchproduktion)
  • Nach dem Abstillen langsam wieder auf normale Futtermenge reduzieren

Kranke Katzen

Bei kranken Katzen kann die Fütterung besondere Herausforderungen mit sich bringen. Häufige Erkrankungen, die eine angepasste Ernährung erfordern:

Chronische Niereninsuffizienz: Eines der häufigsten Probleme bei älteren Katzen. Nierenkranke Katzen benötigen spezielles Nierenfutter mit reduziertem Phosphorgehalt und hochwertigem Protein. Die Futterumstellung sollte langsam erfolgen (mindestens 3 Wochen). Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser verträglich als wenige große.

Diabetes: Diabetische Katzen brauchen Futter mit kontrolliertem Kohlenhydratgehalt und hohem Proteinanteil. Die Fütterungszeiten sollten mit den Insulingaben abgestimmt werden – sprich unbedingt mit deinem Tierarzt über den optimalen Fütterungsplan!

Übergewicht: Bei Übergewicht ist kontrollierte, portionierte Fütterung essentiell. Niemals eine Crash-Diät durchführen – Katzen können bei zu schnellem Gewichtsverlust eine gefährliche Leberverfettung entwickeln! Reduziere die Futtermenge nur um maximal 20% und nutze spezielles Diätfutter.

Bei gesundheitlichen Problemen bitte immer zuerst einen Tierarzt konsultieren, bevor du die Fütterung umstellst!

Die häufigsten Fehler bei der Katzenfütterung

Auch erfahrene Katzenhalter machen manchmal Fehler bei der Fütterung. Hier sind die häufigsten Probleme und wie du sie vermeidest:

1. Der ständig gefüllte Napf

Viele Halter füllen den Napf einfach immer wieder auf, wenn er leer wird. Das führt dazu, dass die Katze aus Langeweile frisst statt aus Hunger – und schnell zu Übergewicht neigt. Besonders Wohnungskatzen entwickeln so oft Gewichtsprobleme.

2. Portionen nach Gefühl statt nach Maß

„Das sieht doch nach einer guten Portion aus" – viele Halter dosieren nach Augenmaß und verschätzen sich dabei. Nutze besser einen Messbecher oder eine Küchenwaage für genaue Portionen.

3. Leckerlis werden nicht einberechnet

Leckerlis sind lecker, aber auch kalorienreich! Viele Halter vergessen, die Snacks von der Tagesration abzuziehen. Leckerlis sollten maximal 10% der täglichen Kalorienzufuhr ausmachen.

4. Falsches Verhältnis von Nass- und Trockenfutter

Der häufigste Fehler: Die Fütterungsempfehlungen für Nass- und Trockenfutter werden einfach addiert. Dabei ist Trockenfutter deutlich kalorienreicher! Wenn du beides fütterst, musst du die Mengen entsprechend anpassen und reduzieren.

5. Zu viel Abwechslung

Ständig neue Geschmacksrichtungen können dazu führen, dass die Katze mehr frisst als nötig, weil sie neugierig auf das neue Futter ist. Ein gewisses Maß an Routine ist besser als ständige Abwechslung.

6. Bewegungsmangel wird ignoriert

Besonders bei Wohnungskatzen: Die fehlende Bewegung bedeutet auch einen reduzierten Energiebedarf. Wenn du die Futtermenge nicht anpasst, nimmt deine Katze zwangsläufig zu.

7. Verlust des Sättigungsgefühls

Durch Züchtung und das Leben als Hauskatze haben viele Katzen ihr natürliches Sättigungsgefühl eingebüßt. Sie können nicht mehr zuverlässig feststellen, wann sie genug gefressen haben. Deshalb ist Portionskontrolle so wichtig!

Praktische Tipps für den Alltag

Feste Fütterungsroutine etablieren

Gewöhne deine Katze von Anfang an an feste Fütterungszeiten. Stelle einen Timer oder Wecker, damit du die Zeiten nicht vergisst. Nach wenigen Wochen wird sich deine Katze an den Rhythmus gewöhnt haben.

Richtige Napfanzahl und -platzierung

Pro Katze solltest du mindestens einen Futter- und einen Wassernapf haben. Im Idealfall sogar einen Napf mehr als Katzen im Haushalt. Stelle die Näpfe an ruhigen Orten auf, nicht direkt neben der Katzentoilette (Katzen mögen das nicht!). Wassernäpfe sollten nicht direkt neben dem Futternapf stehen – in der Natur würden Katzen auch nicht dort trinken, wo sie ihre Beute gefressen haben.

Frisches Wasser immer verfügbar

Viele Katzen trinken zu wenig, was besonders bei Trockenfutter-Ernährung problematisch ist. Stelle mehrere Wasserstellen im Haus bereit. Viele Katzen bevorzugen fließendes Wasser – ein Trinkbrunnen kann hier Wunder wirken!

Futterumstellung langsam durchführen

Wenn du das Futter wechselst, mache das niemals abrupt. Mische über 7-10 Tage hinweg immer mehr neues Futter unter das alte, bis du komplett umgestellt hast. So vermeidest du Verdauungsprobleme.

Gewichtskontrolle regelmäßig

Wiege deine Katze einmal monatlich. Eine plötzliche Gewichtszu- oder -abnahme kann ein frühes Warnsignal für gesundheitliche Probleme sein. Idealgewicht für die meisten Hauskatzen: 3,5 bis 5 kg (je nach Rasse und Größe).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Darf ich meine Katze nachts füttern?

Ja, du darfst deine Katze nachts füttern, aber es ist nicht unbedingt empfehlenswert. Wenn du regelmäßig nachts fütterst, gewöhnst du deine Katze an nächtliche Aktivität – und sie wird dich möglicherweise jede Nacht wecken. Besser ist eine späte Fütterung vor dem Schlafengehen (z.B. 22 Uhr), damit deine Katze satt durch die Nacht kommt.

Was tun, wenn die Katze nachts Hunger hat und miaut?

Nächtliches Miauen muss nicht immer Hunger bedeuten – oft ist es Langeweile oder Aufmerksamkeitsbedürfnis. Wenn deine Katze nachts regelmäßig Hunger hat, kannst du die letzte Mahlzeit später ansetzen oder vor dem Schlafengehen eine kleine Extraportion geben. Ein Futterautomat, der nachts eine kleine Portion ausgibt, kann ebenfalls helfen. Wichtig: Reagiere nicht sofort auf nächtliches Miauen mit Futter, sonst trainierst du dieses Verhalten an!

Sollte ich vor oder nach dem eigenen Essen füttern?

Experten empfehlen, die Katze vor den eigenen Mahlzeiten zu füttern. So ist sie satt und zufrieden, während du in Ruhe isst, und wird nicht am Tisch betteln. Das entspricht auch dem natürlichen Verhalten: Erst Jagen und Fressen, dann Ausruhen.

Kann ich die Fütterungszeiten meiner Katze ändern?

Ja, aber mache es langsam! Verschiebe die Fütterungszeiten über mehrere Tage oder Wochen hinweg schrittweise um jeweils 15-30 Minuten. So kann sich deine Katze allmählich an den neuen Rhythmus gewöhnen, ohne gestresst zu sein.

Was tun bei Futterneid im Mehrkatzenhaushalt?

Füttere die Katzen räumlich getrennt, idealerweise in verschiedenen Räumen. Bei starkem Futterneid kannst du die Türen während der Fütterung schließen. Manche Katzen brauchen auch unterschiedlich lange zum Fressen – die langsame Katze sollte in Ruhe fressen können, ohne dass die schnelle ihr das Futter stiehlt. Microchip-gesteuerte Futternäpfe können hier eine moderne Lösung sein.

Fazit: Die richtige Fütterungszeit ist individuell

Die Frage "Wann Katze füttern?" lässt sich nicht mit einer einzigen Uhrzeit beantworten. Die optimale Fütterungszeit und -häufigkeit hängt von vielen Faktoren ab: Alter, Gewicht, Aktivitätslevel, Gesundheitszustand und Lebensumstände deiner Katze.

Die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst:

  • Regelmäßigkeit ist wichtiger als die exakte Uhrzeit – Katzen lieben Routinen
  • Morgens (6-8 Uhr) und abends (18-21 Uhr) sind die natürlich besten Zeiten
  • Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser als wenige große
  • Kitten brauchen 5-6 Mahlzeiten, erwachsene Katzen 2-3 (besser 3-5), Senioren 3-4
  • Wohnungskatzen brauchen weniger Kalorien als Freigänger
  • Portionierte Fütterung ist meist besser als ad libitum
  • Gewichtskontrolle ist essentiell zur Gesunderhaltung

Beobachte deine Katze genau: Ist sie nach der Fütterung zufrieden? Bettelt sie ständig? Nimmt sie zu oder ab? Jede Katze ist ein Individuum mit eigenen Bedürfnissen. Was für eine Katze perfekt funktioniert, passt vielleicht nicht für eine andere.

Bei Unsicherheiten oder gesundheitlichen Problemen solltest du nicht zögern, deinen Tierarzt zu konsultieren. Er kann dir helfen, einen individuellen Fütterungsplan für deine Samtpfote zu erstellen.

Wichtiger Hinweis: Bei gesundheitlichen Problemen bitte immer einen Tierarzt konsultieren. Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung.

Empfohlene Produkte für die optimale Katzenfütterung

Um die Fütterung deiner Katze optimal zu gestalten, können die richtigen Produkte eine große Hilfe sein. Hier sind unsere Empfehlungen:

Hochwertiges Katzenfutter

Für Kitten: Spezielles Kittenfutter mit hohem Protein- und Energiegehalt ist essentiell für ein gesundes Wachstum. Achte auf Futter mit mindestens 40% Proteinanteil und ohne Getreide.

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Für erwachsene Katzen: Hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil (mindestens 70%) ist ideal. Achte auf natürliche Zutaten ohne künstliche Zusatzstoffe.

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Für Senioren: Seniorenfutter sollte leicht verdaulich sein und an den veränderten Nährstoffbedarf älterer Katzen angepasst sein.

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Automatischer Futterautomat

Für Berufstätige oder wenn du deiner Katze mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt geben möchtest, ist ein automatischer Futterautomat ideal. Moderne Geräte lassen sich per App steuern und haben oft sogar eine Kamera eingebaut, sodass du deine Katze beim Fressen beobachten kannst. Achte auf Modelle mit Timer-Funktion und portionsgenauer Ausgabe.

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Hochwertige Futternäpfe

Keramik- oder Edelstahlnäpfe sind hygienischer als Plastik und lassen sich besser reinigen. Flache, breite Näpfe sind besser für Katzen geeignet als tiefe Näpfe, da Katzen es nicht mögen, wenn ihre Schnurrhaare beim Fressen am Napfrand anstoßen.

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Trinkbrunnen für Katzen

Viele Katzen trinken zu wenig. Ein Katzenbrunnen mit fließendem Wasser animiert zum Trinken und kann helfen, Nierenproblemen vorzubeugen. Besonders wichtig bei Trockenfutter-Ernährung!

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Küchenwaage oder Messbecher

Für die genaue Portionierung der Futtermenge ist eine Küchenwaage unerlässlich. So vermeidest du Über- oder Unterfütterung und behältst die Kontrolle über die Kalorienzufuhr.

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Mit den richtigen Produkten und dem Wissen aus diesem Ratgeber steht einer optimalen Fütterung deiner Katze nichts mehr im Weg. Deine Samtpfote wird es dir mit Gesundheit und Zufriedenheit danken!

Über den Autor


Sascha Huber

Meine Frau und ich hatten bereits in unserer Kindheit Katzen und wir haben vereinbart, dass wir uns auch zwei Katzen holen werden, wenn wir nichtmehr in unserer Dachgeschosswohnung wohnen. In 2025 haben wir daher zwei Katzen adoptiert. Kiki (4 Jahre) kommt aus Kroatien und Bella (6 Monate) wurde in Würzburg auf der Straße gefunden. Nun leben beide bei uns und verstehen sich (meistens) ganz gut.



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